Sonntag, 20.03.2016
Frühlingsanfang

Aus einer Laune heraus spiele ich mit dem Gedanken, anstelle meiner Zweitwohnung am Arbeitsort ein Zelt zu beziehen.

Ich suche mit Hilfe der Stichwörter "zelten", "überleben im Winter" und "Wohnzelt".

Die Auswahl ist relativ mager, angefangen bei einem Safari-Zelt bis hin zu einer mongolischen Jurte.

 

Gefolgt von Beschreibungen zur Vermeidung von Erfrierungen, Wassermangel,

Stich- und Bissverletzungen oder Entzugserscheinungen unterschiedlichster Art.

 

Freitag, 25.04.2016
Karfreitag


Gestern habe ich den Film "Der Marsianer" gesehen. Es ging um das Überleben eines Astronauten auf dem Mars.

Ähnlich wie auf dem Bild sah seine Station aus (und letztendlich hat er überlebt :-)

 

Also machte ich mich auf die Suche nach Zelten dieser Art und wurde fündig.

Noch war es mehr oder weniger eine fixe Idee.

 

 

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Sonntag, 27.04.2016
Ostersonntag


Ich habe alle Informationen gefunden.

Alles, was ich brauche, um zu starten.

Die entsprechenden Seiten sind unter "Referenzen" hinterlegt, hier werden alle Grundlagen, -zig Beispiele und Berechnungspläne vorgestellt,

ich war restlos überzeugt.

 

Jetzt folgte der schwierigste Teil:

ich möchte das Vorhaben meiner Frau erzählen.

 

Montag, 28.04.2016
Ostermontag

 

Nach einem Eis habe ich meiner Frau von meinen Plänen erzählt.

Das Gespräch war sehr einseitig - sie hielt mich für "vollkommen" (und jetzt kommt der negative Teil) bescheuert.

  

Dienstag, 29.04.2016
Der Aufbruch

 

Ich habe nach einem Ort gesucht, wo ich einen Platz zum Aufstellen des Zeltes finde.

Ich suche etwas mit Strom, Wasser und Abwasser.

Schnell bin ich auf einen sehr schönen Campingplatz aufmerksam geworden, bei dem ich sofort einen Dauerstellplatz gemietet habe.

 

Ich habe neulich einen coolen Spruch gelesen:

Ich zerstöre die Brücken hinter mir…
Dann gibt es keine andere Wahl, als vorwärts zu gehen.

Fridtjof Nansen

 

Als nächsten Schritt habe ich meine Zweitwohnung gekündigt. Mir bleiben 3 Monate...

 

Mein Campingplatz!!!!!

Inzwischen hat sich die Einstellung meiner Frau geändert:

Sie hält mich nicht mehr für bescheuert,

dafür macht sie sich nur noch ernsthafte Sorgen ... 

 

 

 

Hier folgen ein paar Bilder des 1. Bauabschnittes.

 

Beim Erstellen der Kuppel bemerkte ich einen extremen Muskelkater, wie ich ihn noch nie hatte.

Durch mentale Selbstkontrolle stellte ich fest, dass mir neue Muskeln gewachsen sind.

 

Nach den Arbeiten mit den Dreiecken habe ich mich zu einem Limbo-Wettbewerb angemeldet:

Ich kam unter die ersten Zehn.

 

 

Montag, 09.05.2016

Heute

 

Die Baumaßnahmen des ersten Abschnittes gehen zu Ende, ich habe bereits Kontakt zu den Einheimischen aufgenommen, die sich langsam nähern.

Ich muss gerade an "2001" denken, doch werde schnell eines Besseren belehrt.

Die enorme Gastfreundschaft fällt als Erstes auf, denn mir wurde direkt ein vergorenes Gerstensaftgetränk angeboten:

"Joa mei, woas bisdn dudn foa oana? Kumm, do hoast a hoibe - nimm!"

Der erste Schritt ist getan - jetzt darf man nur nichts falsch machen - wie z.B. ablehnen.

Das Problem ist: Trinkt man zu schnell um sich wieder den offenen Arbeiten zu widmen, hat man gleich das zweite Ritualgetränk in der Hand.

"Oana get noh, des basst scho!"

 

An diesem Dilemma arbeite ich noch heute.